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Carlson-TSI-Rechner - trophischer Zustand des Sees
Der Carlson-TSI-Index verwandelt die Produktivität eines Sees in eine einzige Zahl (0-100). Du kannst ihn aus jedem der drei Indikatoren berechnen - Sichttiefe (Secchi-Scheibe), Chlorophyll-a oder Gesamtphosphor - oder aus dem vollständigen Satz.
Gib mindestens einen Indikator ein.
Formeln
Die Zusammenhänge sind logarithmisch (SD in Metern, Chl und TP in µg/l):
TSI(SD) = 60 − 14,41 · ln(SD)TSI(Chl) = 30,6 + 9,81 · ln(Chl)TSI(TP) = 4,15 + 14,42 · ln(TP)
Idealerweise liefern alle drei ein ähnliches Ergebnis. Eine große Abweichung signalisiert, dass etwas anderes als Algen die Sichttiefe beeinflusst (z. B. mineralische Schwebstoffe) - dann vertraue eher dem TSI aus Chlorophyll und Phosphor.
Häufige Fragen
Welchen Indikator gebe ich ein, wenn ich nur einen habe?
Einer reicht - du kannst den TSI allein aus der Sichttiefe (Secchi-Scheibe), aus Chlorophyll-a oder aus Gesamtphosphor berechnen. Das vollständigste Bild ergeben alle drei: die Abweichung zwischen ihnen ist selbst eine Information darüber, was die Algenproduktion begrenzt.
Wie lese ich das TSI-Ergebnis?
Skala 0-100: unter 40 - oligotropher See (nährstoffarm, klar); 40-50 - mesotroph; 50-70 - eutroph (nährstoffreich, Blüten); über 70 - hypertroph. Je höher der Wert, desto größer die Produktivität.
Reicht eine Messung?
Der TSI wird am besten aus Daten der Vegetationsperiode und als Zeitreihe berechnet - ein einzelner Messwert kann irreführend sein (z. B. sinkt nach Regen die Sichttiefe durch mineralische Schwebstoffe, nicht durch Algen).
Einmal berechnet - jetzt über die Zeit verfolgen
Ein einzelnes Ergebnis sagt wenig; der Wert zeigt sich erst in einer Messreihe. In LimnoLog erfasst du Messwerte im Feld (auch offline), und daraus entstehen sofort Diagramme, Exporte und ein öffentlicher Link.
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