Benthos, Plankton, Makrophyten - wer ist wer im Wasserökosystem
In der Limnologie und der Gewässerbewertung tauchen immer wieder Wörter auf: Plankton, Benthos, Makrophyten, Periphyton. Sie klingen gelehrt, bedeuten aber schlicht Gruppen von Organismen, geordnet danach, wo und wie sie im Wasser leben. Dieser kurze Überblick ordnet, wer wer ist - und warum das für die Güteindikatoren von Bedeutung ist.
Plankton - in der Wassersäule schwebend
Organismen, die im Wasser schweben und von dessen Bewegung getragen werden:
- Phytoplankton - mikroskopische Algen (einschließlich Cyanobakterien); ihre Biomasse beschreibt Chlorophyll-a, und ein Überschuss bedeutet Blüten,
- Zooplankton - winzige Tiere (z. B. Rädertierchen, planktonische Krebstiere), die sich von Phytoplankton ernähren.
Benthos - Leben am Grund
Mit dem Grund verbundene Organismen. In der Gewässerbewertung sind die benthischen Makroinvertebraten (Insektenlarven, Weichtiere, Krebstiere) entscheidend, die ein hervorragender Bioindikator sind - siehe Bioindikation mit Makroinvertebraten.
Periphyton - Aufwuchs auf Substraten
Eine dünne Schicht aus Algen und Mikroorganismen, die Steine, Pflanzen und andere Oberflächen bewächst. Dazu gehören u. a. Kieselalgen (Phytobenthos), die in der Bewertung von Flüssen genutzt werden.
Makrophyten - Wasserpflanzen
Größere Pflanzen: untergetaucht, mit schwimmenden Blättern und emers. Ihre Zusammensetzung und Bedeckung sind ein biologischer Indikator des Zustands - siehe Kartierung der Makrophyten.
Nekton - aktive Schwimmer
Organismen, die sich unabhängig von der Strömung bewegen - vor allem Fische (Ichthyofauna), ebenfalls ein Element der Zustandsbewertung (Fischmonitoring).
Wozu diese Einteilung
Weil verschiedene Gruppen unterschiedlich auf die Bedingungen reagieren und sie auf verschiedenen Zeitskalen widerspiegeln - deshalb stützt sich die Bewertung des ökologischen Zustands auf mehrere von ihnen zugleich (siehe Elemente der Bewertung).
In der Praxis
Biologische Daten sind meist Listen von Arten und Häufigkeiten - die sich ebenfalls systematisch führen lassen. In LimnoLog erfasst du sie als eigene Indikatoren, neben physikalisch-chemischen Messungen, in einem Projekt.
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